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Fragen und Antworten zum Förderkreis Kinder- und Jugendarbeit

Ein Interview mit Jörg Lenke, ehemaliger Diakon der Thomasgemeinde Hausbruch

● Ich habe davon gehört, dass es einen Förderkreis Kinder- und Jugendarbeit in der Thomasgemeinde geben soll. Was hat es damit auf sich?

Der Förderkreis Kinder- und Jugendarbeit der Ev.-luth. Thomasgemeinde  ist entstanden in der Zeit, als die Kirchensteuereinnahmen so sehr sanken, dass die Gemeinde keine Diakonenstelle für Kinder und Jugendarbeit finanzieren konnte und diese gestrichen wurde. Das nahmen einige Gemeindeglieder zum Anlass, den Förderkreis für Kinder und Jugendarbeit zu gründen.

Wer steht dahinter – welche Menschen? An wen kann ich mich wenden?

Die Mitglieder, der Vorstand und letztendlich auch der Kirchenvorstand. Und natürlich ich als angestellter Mitarbeiter. An diese Mitglieder kann man sich wenden, um Infos zu bekommen und auch an mich als „Kämpfer vor Ort“. Weitere Infos gibt es im Internet unter kirche-suederelbe.de

● Handelt es sich um einen Verein?

Nein, es handelt sich bewusst nicht um einen Verein, denn das hätte eine Doppelstruktur zur Kirche bedeutet (und damit viel mehr Aufwand). Weiter hätte die Gefahr bestanden, dass sich der Verein selbstständig macht und sich von der Thomaskirche abnabelt. Das ist weder gewünscht, noch geht es von den Verträgen der Evangelischen Jugend Süderelbe mit den anderen Gemeinden.

● Was macht der Förderkreis, welche Zielsetzung hat er?

Ziel des FöK ist es, die finanziellen Mittel zur Ausstattung einer Diakonenstelle für die Kinder und Jugendarbeit in der Thomasgemeinde bereitzustellen. Ferner betreut der Vorstand seine Mitglieder mit Informationen und kleinen Aktionen.

● Wie „kirchlich“ ist die ganze Angelegenheit?

Die christlichen Grundwerte sind bei uns verankert. Alle Vorstandsmitglieder stehen aber mit beiden Beinen fest im Leben und schweben nicht drüber.

Muss ich Kirchenmitglied sein?

Nein. Fördermitglied kann jeder werden, der die Idee des Förderkreises unterstützen möchte.

● Kann ich mich persönlich einbringen – Kindergruppen/Jugendgruppen/Freizeiten – oder bräuchte ich dafür eine wie auch immer geartete pädagogische Ausbildung?

Bis jetzt ist eine Einbindung der Mitglieder des Förderkreises in die Arbeit nicht vorgesehen, da wir (u. a.) das Prinzip verfolgen „Jugendliche lernen von Jugendlichen“. Aber es gibt für Erwachsene durchaus Sonderfunktionen in der EJS … und der Förderkreis selbst sucht natürlich auch immer Unterstützer.

Kann ich als Mitglied mitentscheiden, wofür das Geld verwendet wird?

Nein, denn dann würden die Inhalte der Arbeit abhängig von den Gedanken und Neigungen der Spender. Das würde die Arbeit zu sehr beeinflussen. Aber wir informieren und stellen natürlich jedem unser Gesamtkonzept dar. Ohne Mauschelei und ganz transparent.

● Welche Kinder unterstützt der Förderkreis, welche Altersstufen?

Das vom FöK gesammelte Geld fließt momentan zu 100% in die Evangelische Jugend Süderelbe (EJS). Die Arbeit der EJS beginnt bei 10-jährigen und endet theoretisch, wenn jemand 27 Jahre alt geworden ist.

● Können im Prinzip alle Kinder in der Region Süderelbe vom Förderkreis profitieren?

Unsere Klientel ist nicht konfessionell evangelisch gebunden. Trotzdem kommt der überwiegende Teil aller Teilnehmer aus dem Konfirmandenunterricht. Hier sind alle sozialen Schichten vertreten.

● Was ist das Traumziel des Förderkreises? Gibt es eine Philosophie/Utopie?

Unser nächstes Ziel ist es, so viele Dauerspender zusammen zu bekommen, dass die halbe Förderkreis-Logo-klDiakonenstelle auf mehrere Jahre gesichert ist. Ein Traumziel kenne ich nicht von allen Vorstandsmitgliedern. Meines wäre eine Jugendarbeit, in der alle Jugendlichen von der EJS wüssten und das Gefühl entsteht, sie verpassen etwas, wenn sie nicht mitmachen. Mein Traumziel wäre auch Kinder vom Kleinkindalter bis zum Erwachsensein mit Angeboten zu begleiten, so dass sie Kirche als selbstverständlich da erleben. Ein bisschen größer können wir noch.

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