Ein Herz für die Orgel

Die Orgel – gestern und heute

Orgeln gibt es schon in der Antike; damals wurden die Pfeifen hydraulisch bedient, also nicht wie heutzutage über Blasebälge. Sie dienten im alten Rom zur Untermalung der Circusspiele, während sich Mensch und Tier zerfleischten.

Im Mittelalter kam das Zunftwesen auf; da wurde die heilige Cäcilie zur Schutzpatronin der Musik erkoren und in Bildnissen oft mit einer Orgel dargestellt (Vorläufer für heutige Firmenlogos!).

In Kirchen dienen die Orgeln seit langem der Begleitung des Gesangs, weil sie, wie die Menschen, ebenfalls „atmen”. Die Musikforschung hat herausgefunden, dass Kinder am besten mitsingen können, wenn sie von „atmenden” Instrumenten begleitet werden (Flöten, Akkordeon, Orgel).

Die Moorburger Orgel stammt aus dem Hause Furtwängler – eine renommierte Firma aus dem 19. Jahrhundert. Die Moorburger Orgel ist also ein romantisches Instrument, d.h. ihre Pfeifen klingen sehr grundtönig und warm.

Im Jahr 1996 wurde die Orgel umgebaut und erweitert durch die Firma Lang/Dänemark. Der Originalbalg nebst Motor befindet sich noch neben der Orgel. Ein Bespielen ohne Motor ist also möglich, wie uns bei der Orgelführung anlässlich der diesjährigen Gemeindeversammlung von Regionalkantorin Frau Witt eindrucksvoll demonstriert wurde!

Die Orgel mit ihren Windkanälen ist durch Schimmel befallen. Zur Zeit werden Daten in der Kirche gesammelt und aufgezeichnet, um die Klimaproblematik (ausgewogener Heizen) zu verbessern. Die erforderlichen Sanierungen für die Orgel und die Schimmelbeseitigung werden nächstes Jahr durchgeführt.

Ein Herz für die Orgel