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Geschafft – jetzt beginnt die Arbeit

Wir sind als Hamburger Ökoprofit-Betrieb zertifiziert.

Mit der Teilnahme an 10 Workshops eines von der Hamburger Behörde für Umwelt und Energie (BUE) und dem Kirchenkreis Hamburg Ost geförderten Projektes haben Mitarbeiter und Kirchengemeinderat  für unsere Kirchengemeinde ein Umweltmanagementsystem entwickelt. Am 26.Januar 2017 wurden wir auf dieser Grundlage als Hamburger Ökoprofit-Betrieb zertifiziert. Die Auszeichnung wurde durch Staatsrat Michael Pollmann (BUE) und Rolf de Vries (Handwerkskammer HH) überreicht (Foto).

Mit dem Umweltmanagementsystem haben wir die Voraussetzung geschaffen, die Klimaziele der Nordkirche zu unterstützen. Unser Managementsystem ist in einem Handbuch dokumentiert. Neben Umweltangelegenheiten werden darin auch rechtliche Aspekte berücksichtigt, die eine Kirche als Einrichtung des öffentlichen Rechtes einzuhalten hat. Dazu gehören z.B. Themen wie Arbeits – und Gesundheitsschutz für Mitarbeiter und Ehrenamtliche sowie die Verkehrssicherheit auf unseren Grundstücken.

 

Die Kirchen tragen in hohem Maße zur CO2-Belastung der Atmosphäre (=Atemluft) bei. Das liegt an einem umfassenden Immobilienbestand und den Aktivitäten der zahlreich beteiligten Menschen. Die folgenden Zahlen der Nordkirche vermitteln einen Eindruck des Umfanges:

 

Sprengel: 3

Kirchenkreise: 13

Kirchengemeinden: 1000

Hauptberufliche Mitarbeiter einschl. PastorInnen: 20.000

Ehrenamtliche Mitarbeiter: 84.500

Kirchenmitglieder: 2.100.000

Gebäude/Kirchen, Kapellen, Gemeindezentren: 2.640

 

Die CO2-Emissionen werden hauptsächlich verursacht durch

·        den Betrieb der Immobilien (Heizung, Beleuchtung),

·        Benutzung von mit fossilen Kraftstoffen betrieben Fahrzeugen (Mobilität)

o   zum Erreichen des kirchlichen Arbeitsplatzes der Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen,

o   für Dienstfahrten,

o   zum Erreichen der Veranstaltungsorte/Gottesdienste der Gemeindeglieder/Gäste.

·        Konsum/Verbrauch (Beschaffung) von Einrichtungen, technischen Geräten, Büromaterial, Lebensmittel u.w.

 

2016 betrugen die Emissionen der Nordkirche ca. 140.000 t/a. Der aktuelle Klimaschutzplan sieht eine Verringerung auf ca. 103.000 t/a bis zum Jahr 2021vor. 2050 will die Nordkirche mit allen zugehörigen Einrichtungen und Gliedkirchen CO2-neutral wirtschaften, d.h. das Klima soll bis dahin nicht mehr durch CO2 belastet werden

Der Anteil der Erlösergemeinde hinsichtlich Umwelt- und Klimabelastung ist im Vergleich zur Nordkirche verhältnismäßig gering. Nach einer internen Abschätzung auf Basis von aktuellen Verbrauchwerten gehen wir von Emissionen in der Größenordnung von ca.125 t/a aus. Darin enthalten sind auch die Emissionen des Pastorats und des Kindergartens. Dem Klimaschutzplan der Nordkirche folgend, müssten wir unsere Emissionen bis zum Jahr 2021 um ca.33 t/a reduzieren. Um dieses Ziel sowie weitere „Umweltverbesserungen“ zu erreichen hat der Kirchengemeinderat folgende Maßnahmen eingeleitet bzw. geplant:

 

1.     Doppelverglasung der Kirchenfenster  (auf Spendenbasis, Fertigstellung kurzfristig)

2.     Monatliche Erfassung der Verbrauchsdaten und Eingabe in die Datenbank „InterWatt“ der Nordkirche. Sie erstellt zukünftig Jahresberichte, die als Basis für weitere Optimierungen dienen sollen.

3.      Verwendung von Ökostrom

4.     Optimierung der Heizungssysteme Gemeindehaus und Kirche

5.     Optimierung der Beleuchtungsanlagen Gemeindehaus, Kirche, Friedhof

6.     Optimierung des Raumnutzungsplanes in Zusammenhang mit 4. und 5.

7.      Prüfung des mittelfristigen Ersatz des Gemeindebusse durch ein E-Fahrzeug

8.      Beteiligung am Bündeleinkauf des Kirchenkreises Ost (ökologische Büroartikel, Reinigungs- und Desinfektionsmittel

9.     Anpassung der Abwasserentsorgung Friedhof

10.  Totholzbeseitigung aus allen Gemeindegrundstücken

 

Die größte Herausforderung bei der Umsetzung der Maßnahmen stellt die Verringerung der Heizungsenergie dar. Die Wärmedämmung der Gebäude entspricht dem Stand der 1950er Jahre. Sie ist lediglich mit hohem finanziellen Aufwand zu verbessern, der nicht durch die zu erwartenden Energieeinsparungen ausgeglichen werden kann. Das größte und zugleich kostensparende Potential liegt in der Veränderung des Nutzungsverhaltens. Hier erhoffen wir uns Erfolge im Zusammenwirken der Maßnahmen-Punkte 4, 5 und 6.

 

Der Kirchengemeinderat wird regelmäßig über die Entwicklung berichten

 

Peter Vollmer/ Feb. 2017

 

Sie auch: Umweltleitlinien